US-General: Krieg gegen China wird nach “Modell der Ukraine ab 2014” geplant

Bild: USS Ronals Reagan, Foto Kaila V. Peters / US Navy

Die Vereinigten Staaten bereiten sich auf einen Krieg gegen China vor. Der Kriegsschauplatz? Südost- und Ostasien. Entsprechende militärische Bande werden dafür gepflegt, wie ein führender US-General der “Financial Times” mitteilte. Peking dürfte entsprechend darauf reagieren.

Es ist kein wirkliches Geheimnis, dass die Vereinigten Staaten in der Volksrepublik China die größte Bedrohung für ihre globalen Hegemoniebestrebungen sehen. Denn auch wenn der aktuell eskalierende Konflikt mit Russland über die Ukraine den Fokus Washingtons derzeit mehr auf den Schauplatz Osteuropa lenkt, gehen die Vorbereitungen im östlichen Asien weiter. Auch wenn man (wie im Falle des Konflikts mit Russland über die Ukraine) andere Gründe vorschiebt – nämlich einen potenziellen Eroberungsversuch von Taiwan.

Gegenüber der “Financial Times” erklärte der führende Offizier des Marine Corps, Generalleutnant James Bierman, dass das Pentagon entsprechende Vorbereitungen treffe. “Die Streitkräfte der USA und Japans sind dabei, ihre Kommandostrukturen rasch zu integrieren und ihre gemeinsamen Operationen zu verstärken, während sich Washington und seine asiatischen Verbündeten auf einen möglichen Konflikt mit China, wie etwa einen Krieg um Taiwan, vorbereiten, so der oberste General des Marine Corps in Japan”, wie die FT einleitend berichtet.

Generalleutnant Bierman machte dabei explizit deutlich, dass das Pentagon eine ähnliche Situation wie im Falle der Ukraine erwarte. Nicht zu vergessen, dass die Vereinigten Staaten Taiwan bereits seit Jahren aufrüsten (so wie die Zeit seit 2014 genutzt wurde, um die Ukraine aufzurüsten), um der chinesischen Volksbefreiungsarmee bei einem Invasionsversuch so viele Verluste wie möglich aufzuzwingen.

“Warum haben wir den Erfolg, den wir in der Ukraine erzielt haben? Das liegt zum großen Teil daran, dass wir uns nach der russischen Aggression 2014 und 2015 ernsthaft auf künftige Konflikte vorbereitet haben: Ausbildung der Ukrainer, Vorhaltung von Nachschub, Identifizierung von Standorten, von denen aus wir Operationen unterstützen und aufrechterhalten können”, sagte der Generalleutnant. “Wir nennen das ‘den Schauplatz festlegen’. Und wir richten den Schauplatz in Japan, auf den Philippinen und an anderen Orten ein.”

Die militärische Kooperation mit Japan wurde in den letzten Jahren ohnehin schon verstärkt. In Bezug auf die Philippinen ist mit Präsident Ferdinand Marcos Jr. gegenüber dessen Vorgänger Rodrigo Duterte auch eine Politikänderung festzustellen. So erlaubt Manila dem Pentagon, neben den bereits fünf bestehenden Basen fünf weitere für die Lagerung von Waffen und anderer Kriegsausrüstung zu nutzen. Gerade Japan und die Philippinen sind aufgrund ihrer geografischen Nähe zu Taiwan für das Pentagon in dessen Planungen unerlässlich.

Allerdings ist zu erwarten, dass Peking aufgrund dieser provokativen Aussagen des Generalleutnants in den kommenden Wochen und Monaten die militärischen Aktivitäten rund um Taiwan deutlich verstärken wird. Und mehr noch: Die kommunistische Führung könnte sich veranlasst sehen, als Machtdemonstration im Zuge einer großangelegten Marine- und Luftwaffenübung eine temporäre Blockade der Insel durchzuführen.

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