Ukraine: Schwerster Missbrauch in Nazi-Kindertrainingslagern, dem Mainstream lange bekannt

Bild: Logo des faschistischen ukrainischen Kinder-Ausbildungslagers Azovet in der Nähe von Kiew

Seit Kriegsbeginn in der Ukraine wurde die Parole ausgegeben, man müsse Russen hassen und Ukrainer lieben. Wir beugen uns diesem Diktat nicht, denn Krieg ist immer falsch. Blinder Hass auf eine ganze Nation und alle dort befindlichen oder abstammenden Menschen ist primitiv und abzulehnen. Uns wurden Bilder zur Kenntnis gebracht, welche Trainingslager für Kindersoldaten zeigen, die an die Vorgangsweise im islamischen Staat erinnern. Nach einiger Recherchearbeit müssen wir bestätigen: Es ist wahr, dem Mainstream bekannt und viel schlimmer als es aussieht.

Von Florian Machl

Zunächst eine Entschuldigung: Die Bildbeweise, die wir vorlegen können, tragen nahezu allesamt das Copyright der Nachrichtenagentur AP, viele davon können dort aber gar nicht mehr angekauft werden. Würden wir Ihnen diese Bilder zeigen, machen wir uns strafbar und schadenersatzpflichtig. Das können wir uns nicht leisten.

Wir bieten Ihnen zunächst eine Reihe von Links an, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Suchen Sie beim Rechteinhaber für Österreich, im APA Picturedesk nach dem Begriff „Azovets“ – diese Quelle beweist auch die Authentzität. Sehr stolz scheint man auf eine große Bildersammlung von ukrainischen Kindersoldaten bei der Bilddatenbank „Shutterstock“ zu sein, dort kann man gleich 60 dieser Fotos kaufen, bei „Dreamstime“ kann man 40 Bilder lizensieren. Bei Alamy gibt es zwei dieser eindrucksvollen Aufnahmen, Imago verkauft sechs besonders brisante Bilder.

Azovets – die faschistische Kindersoldaten-Ausbildung der Ukraine

Das erste in seiner Symbolik und Ausrichtung klar faschistisch bis nationalsozialistisch ausgerichtete Trainingslager für Kinder ab dem Volksschulalter existiert unter dem Namen „Azovets“ (Asoveten) mindestens seit 2015 (Beweis: Foto auf Imago Images, Artikel im britischen Mainstream-Magazin Daily Mail). In Großbritannien zeigte man sich bereits zu dieser Zeit (zu Recht!) entsetzt: Kinder ab dem Alter von sechs Jahren werden in der Ukraine in Neonazi-Camps an scharfen Schusswaffen ausgebildet.

Die Sunday Times erklärte im August 2018: Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren werden im ultranationalistischen Ferienlager im Kriegshandwerk unterrichtet. Die 15-jährige Tarakan kann ihre Kalaschnikov in 25 Sekunden zusammenbauen. Betrieben werde das Lager vom faschistischen Azov-Batallions, das nach dem von CIA und George Soros mitfinanzierten, blutigen Putsch von 2014 den Kampf gegen die Zivilbevölkerung im prorussischen Donbass aufnahm.

Screenshot: NBC News

Behörden unterstützen Kindercamps, Teilnahme auch zur „Disziplinierung“

Gründer der Asowets ist der Anführer des Azow-Bataillons Andrij Bilezkyj. Er gilt als ultranationalistisch und rechtsextrem. Im Jahr 2017 wurden im ersten Ausbildungslager in der Nähe von Kiew bereits 465 Kinder ausgebildet. Die Behörden hätten das Projekt immer gefördert, so gab es im selben Jahr einen Preis des Sportministeriums und eine damit einhergehende Finanzierung in der Höhe von 200.000 Rubel. Weitere Ende 2018 bekannte Standorte solcher Trainingslager waren Charkow, Dnipro, Tschernigow, Tscherkassy und Zaporozhe. Neben dem Azow-Bataillon unterhält auch der rechtsradikale Prawyj Sektor eigene Kindercamps. Seit 2014 existiert sogar hochoffiziell ein Camp, das bereits Kinder im Alter von 4 Jahren indoktriniert. Die Seite glaka.if.ua erklärt auch, wie es mit der „Freiwilligkeit“ der Teilnahme aussieht:

Außerdem hilft der Aufenthalt im Lager, Kinder zu disziplinieren, die sich schlecht benehmen. „Letztes Jahr haben wir ein Kind ins Lager geschickt, das zu abweichendem Verhalten neigte. Zwei Wochen später änderte sich ihr Verhalten dramatisch“, sagte Alla Lemchak, Leiterin der Kinderpolizeibehörde.

Screenshot: NBC News

Die Lager sind im Westen gut bekannt, immer wieder Fotografenbesuch

Es ist uns unbekannt, welche moralische Entschuldigung es dafür geben soll, Kinder ab vier Jahren zu uniformieren, militärisch zu drillen und an der Waffe auszubilden. Unserer Ansicht nach handelt es sich um besonders schweren Kindesmissbrauch, der mit den Vorgängen in afrikanischen Armeen oder den Gebieten des islamischen Staates vergleichbar ist. Der Schaden, der in den Seelen dieser jungen Menschen angerichtet wird, ist lebenslang nicht wieder gutzumachen. Neben den nazistischen Idealen, die dort ganz offenkundig unterrichtet werden, liegt die Vermutung auf der Hand, dass Hass auf den Feind und seine Tötung unterrichtet wird (Beweis siehe unten). All das in einem Alter, wo Kinder eigentlich noch friedlich in der Sandkiste spielen und unbeschwert mit ihren Freunden herumtollen sollten. Die Lager wurden seit dem Gründungsjahr 2015 immer wieder von Fotografen der Nachrichtenagentur Associated Press besucht. Niemand kann sagen, man habe nichts gewusst. Wer die Ukraine einseitig lobt und nicht anerkennen will, dass jeder Krieg eine Vorgeschichte hat und zum Streit immer zwei Parteien gehören, begeht einen tragischen Fehler.

Hassmorde, verübt durch junge Neonazis

Man muss im Zuge des nun 8 Jahre währenden ukrainischen Bruderkriegs vorsichtig sein, denn alle Seiten verbreiten Propaganda. Dennoch ist es interessant, was die russische Seite Lenta.ru über die Kinderlager zu berichten weiß. Die Behauptung: Gelehrt wird purer Hass, Ukrainische Nationalisten lehren Kinder, Russen zu töten. So sei es auch abseits der Kampfhandlungen zu Morden gekommen, welche von besonders jungen Angreifern verübt wurden:

Zigeuner wurden in der Nacht zum 24. Juni dieses Jahres (Anm.: 2018) in Lemberg in der Westukraine Opfer eines Pogroms. In den vergangenen zwei Monaten ist dies der sechste Angriff auf Roma, aber der erste, bei dem ein Mensch starb. Der Angriff wurde von einem 20-jährigen Anführer angeführt, und die direkten Tatbeteiligten waren 16-17 Jahre alt. Die Angreifer gehörten einer Neonazi-Gruppe an, die zu verschiedenen Zeiten als Sober and Evil Youth oder Lemberg Jugend bezeichnet wurde (Lvov auf Deutsch ist Lemberg, und Yugend ist ein Hinweis auf die Hitlerjugend, eine Nazi-Jugendorganisation aus der Zeit von Das Dritte Reich).

Videobeweis: NBC-Dokumentation aus 2017

Ein ukrainisches Kind im Alter von vielleicht sieben Jahren schreit: „Lasst Moskau in Ruinen liegen! Wir werden die ganze Welt erobern! Tod, Tod für die Moskoviten!“ Wir haben unten stehende Schock-Dokumentation von NBC News ausgegraben.


Militärischer Drill, Wehrsport, Waffentraining, scharfer Schuss und nationalistischer Unterricht

Es liegt auf der Hand, dass man in Österreich und Deutschland auf lange Zeit im Gefängnis verschwinden würde, würde man auch nur annähernd ein solches Kindercamp planen geschweige denn durchführen. Die Uniform der Kinder, die Fahnen, Logos und Wappen zeigen ausnahmslos Symbole aus der NS-Zeit. Speziell die Wolfsangel und die schwarze Sonne sind immer mit dabei. Die Ausbildner, die man auf einigen der Aufnahmen sieht, sind über und über mit diesen und anderen martialischen Tattoos bedeckt. Sie mögen im Grunde ihres Herzens vielleicht kinderliebe und freundliche Menschen sein – ob jemand aktive Bürgerkriegssoldaten in der Nähe seiner Volksschulkinder sehen will, muss jeder Leser selbst entscheiden.

Screenshot: NBC News

Direktlinks zu früheren Berichten in der Mainstream-Presse finden Sie hier:

Faktenchecker: Nur ein Pfadfinder-Sommerlager

Nie logen Faktenchecker so dreist und menschenverachtend wie bei diesem Sachverhalt. Hier ein „Faktencheck“ von „Stopfake“, da wir gerne auch die andere Seite zu Wort kommen lassen. Die dort verbreiteten Inhalte richten sich von selbst. Man habe Mailkontakt mit dem Leiter des Trainingscamps aufgenommen, dieser habe bestätigt, dass es sich nur um Airsoft-Waffen und spielerische Selbstverteidigungskurse handeln würde. Nie habe es Hitlergrüße gegeben, man würde dem Nationalsozialismus negativ gegenüberstehen. Die Journalisten hätten alles verdreht und falsch interpretiert. „Stopfake“ spricht sogar von einem „Pfadfinder-Sommerlager“. Urteilen Sie beim oben verlinkten Bildmaterial selbst, was die Wahrheit ist.

Screenshot: NBC News

Am offiziellen Instagram Account gibt man sich übrigens betont „bunt“, es wird penibel darauf geachtet, dass die faschistischen und nationalsozialistischen Elemente nicht zu sehen sind. Kennt man die von uns oben verlinkten Bilder, kann man die „Gute-Laune-Fotos“ der Instagram-Seite ein wenig besser zuordnen und findet diverse Übungen mit Gasmaske, Gesichtsbemalung in Tarnfarben oder militärisches Wettrobben unter Draht nicht mehr ganz so lustig. Die offizielle Regierungsseite zum „Konzept der nationalpatriotischen Kinder- und Jugenderziehung“ des ukrainischen Wissenschaftsministeriums findet sich hier.

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