Ukraine: Elitesoldat klagt: Seit zwei Monaten kein Sold, Regierung hat uns abgeschrieben

Soldat der 95. Luftangriffsbrigade

Wo landen nur die vielen Hilfsgelder, die zurzeit Richtung Ukraine geschickt werden? Doch wohl nicht auf den Konten diverser Politiker und Oligarchen? Bei den kämpfenden Truppen sollen sie jedenfalls nicht immer ankommen. Ein Soldat der prestigeträchtigen “95. Luftangriffsbrigade”, die wegen ihrer Erfolge im Donbass als besonders heldenhaft gilt, beklagt sich in einem Video, dass sie nicht mehr bezahlt würden. Das Selenskyj-Regime habe sie wohl schon als verloren abgeschrieben.

Die 95. Luftangriffsbrigade wurde im November 2021 an der Front in Glorlovka eingesetzt. Falls Sie die Jahreszahl verwundert, die Mainstream-Medien haben leider vergessen zu erwähnen, dass seit dem blutigen Putsch von 2014 in der Ostukraine ein Bruderkrieg tobte, der mindestens 14.000 Menschenleben kostete. Dabei bekämpfte die jeweilige ukrainische Regierung die mehrheitlich russisch-stämmige Minderheit im Osten, welche die Unabhängigkeit anstrebte, mit militärischen Mitteln.

Gefeiert wurden die Siegeszüge der 95. im Donbass “hinter den feindlichen Linien”. Ob zu diesen Erfolgen die Ermordung von ostukrainischen Zivilisten gehörte, kann nur vermutet werden. Das Logo der Einheit besteht aus einer deutschen “SIG”-Rune auf einem zum Angriff bereiten goldenen Adler auf rotem Grund.

Anfang März wurde behauptet, die 95. habe die Ortschaft Gorlovka eingenommen. Die russische Seite behauptete, es habe sich um reine Medienpropaganda gehandelt und präsentierte blutverschmierte Uniformen. Ein Angriff wäre abgewehrt worden, die Angreifer wären unter Verlusten wieder abgezogen.

In den letzten Tagen präsentieren die Russen zahlreiche Fotos getöteter, aber auch gefangengenommener Mitglieder der Brigade. Auch die Mitglieder dieser Kampfeinheit scheinen von den Russen halbwegs gut behandelt zu werden, man präsentiert Videos davon, dass sie mit ihren Verwandten telefonieren dürfen. All das kann Teil der Kriegspropaganda sein, mit der man dem Feind signalisiert: Wir lassen euch leben und geben euch zu essen, wenn ihr euch ergebt. Ein besseres Schicksal, als mit zerfetztem Körper im Dreck liegenzubleiben, um die Interessen von Wolodymyr Selensky und seines Hintermannes George Soros zu verteidigen, allemal. (Siehe: George Soros Interventionen in der Ukraine: 500 Milliarden Investments in Gefahr)

Am 19. April wurde auf ukrainischen und russischen Telegram-Kanälen ein Video eines Mitglieds der 95. veröffentlicht (siehe Titelbild). Der Soldat beschwerte sich darüber, dass er seit zwei Monaten keinen Sold erhalten habe. Er führte aus, dass ihm seitens der Behörden mitgeteilt wurde, dass man seine Einheit bereits abgeschrieben habe. Die Kommandostrukturen des ukrainischen Militärs wären korrupt. Sollten seine Vorwürfe wahr sein, was derzeit nicht unabhängig zu überprüfen ist, beweist das einmal mehr die Gleichgültigkeit Kiews gegenüber der Männer, deren Leben mit großer Beliebigkeit völlig sinnlos geopfert wird.

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