Psychologie der Corona-Jahre (2/7): Wenn alle dasselbe sagen und Zweifel verstummen

Politik und Medien schufen während der Corona-Jahre einen engen Meinungskorridor, in dem staatlich erwünschte Positionen als gesellschaftlicher Konsens verkauft und Kritiker als wirre Außenseiter diffamiert wurden. Psychologische Experimente zeigen, wie Menschen unter Unsicherheit gemeinsame Normen übernehmen, selbst offensichtlichen Fehlurteilen einer Gruppe folgen und das Schweigen ihrer Mitmenschen als Zustimmung missverstehen. Das Corona-Regime machte sich diese Mechanismen zunutze: Es machte Gehorsam überall sichtbar, belegte Widerspruch mit sozialen und beruflichen Strafen und stellte so eine angebliche Geschlossenheit her, die in der Bevölkerung jedoch nie existierte.