Peinlich und absurd: Staatsfernsehen zeigt Videospiel-Szenen als “Ukrainekrieg”

Bild: RTCG / Twitter

Als die Welt noch lustig war, gab es Sketches zu “Deutsche Welle Polen” im Fernsehen. Ungefähr so mutet der Schelmenstreich des öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehens RTCG in Montenegro an. Man sieht wieder einmal, welche Qualität solche Staatsmedien haben, die sich immer als besonders seriös geben und sich immer wieder “Faktenchecks” gegenüber Andersdenkenden erlauben.

Und in der Ukraine gewannen die Russen 700 Punkte und rückten auf die zweite Ebene vor. Weiter in den Nachrichten FIFA 22-Bericht aus Katar und Fortnite-Wettervorhersage.

Bane Raičević auf Twitter

Der Staatsfunk in Montenegro hat sich einen ordentlichen Patzer geleistet. Statt Bildmaterial zu nutzen, das von internationalen Presseagenturen zuhauf angeboten wird – Soros nahe Medien unterhalten Hunderte Korrespondenten in der Ukraine – entschied man sich in Montenegro dafür, Szenen aus einem Computerspiel zu nutzen.

Auch wenn wir zugeben müssen, das Spiel nicht zu kennen – zum Zocken hat bei uns in der Redaktion niemand mehr Zeit – die Szenen machen klar, dass es sich um ein solches handeln muss. Das erkennt jedes Kind. “Experten” identifizierten die Bilder als “wahrscheinlich aus ARMA 3” stammend.

Darüber berichten inzwischen mehrere Regionalmedien wie direktno.rs. Bei dem Bericht ging es um russische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine, die nach dem Terroranschlag auf die russische Krim-Brücke als Vergeltungsschläge begannen und bis heute fortgesetzt wurden.

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