Neue Dokumente: Moskau kritisiert in Genf US-Biowaffenforschung in der Ukraine

Symbolbild: Freepic @dcstudio

Was genau haben die Amerikaner in den Biolaboren in der Ukraine getrieben? Welche Forschungen wurden dort durchgeführt? Moskau stellte der internationalen Gemeinschaft neue Beweise in Bezug auf mögliche Forschungen an Biowaffen vor.

Seit Monaten beklagt sich Moskau darüber, dass offensichtlich niemand ein Interesse daran hat, die Aktivitäten in den US-finanzierten Biolaboren in der Ukraine zu untersuchen. Aktivitäten, die laut russischen Angaben höchst fragwürdig sind, zumal es sich hierbei um Forschungen an sehr gefährlichen Pathogenen und Krankheitserregern handle, die der Biowaffenkonvention (bzw. dem Biowaffenübereinkommen BWÜ) zuwiderlaufen würden.

Der Leiter der Abteilung für Strahlen-, chemische und biologische Verteidigung der russischen Streitkräfte, Generalleutnant Igor Kirillow, überreichte nun den Mitgliedsstaaten des internationalen Übereinkommens Beweise für militärisch-biologische Aktivitäten, wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet. “Wir haben wiederholt über die wahre Natur der militärischen biologischen Programme des Pentagons gesprochen, die außerhalb des eigenen Territoriums durchgeführt werden. Während die erklärten Ziele die Überwachung von Infektionskrankheiten und die Unterstützung von Entwicklungsländern sind, sehen wir in Wirklichkeit den Aufbau des militärischen biologischen Potenzials der USA unter Umgehung der Verpflichtungen aus dem BWÜ“, sagte er laut der Nachrichtenagentur.

Im englischsprachigen Telegram-Kanal des russischen Verteidigungsministeriums wurden diesbezüglich umfangreiche Dokumente (und Bildmaterial) veröffentlicht. Demnach hat die Russische Föderation während des Treffens insgesamt 20 Fragen an die Mitgliedsstaaten gerichtet, welche die Vereinigten Staaten und die Ukraine beantworten sollen. Darunter (auszugsweise) die folgenden:

  • “Was war der Grund für die Auswahl der pathogenen Mikroorganismen, die in der Ukraine im Rahmen des Programms zur Verringerung biologischer Bedrohungen untersucht wurden, und warum stand das Spektrum der untersuchten Erreger nicht im Zusammenhang mit aktuellen Problemen des Gesundheitswesens, wie z. B. das Tap-6-Projekt, das der Untersuchung von Malleus-Erregern gewidmet war, die auf dem Gebiet der Ukraine noch nie festgestellt wurden?
  • Wie soll die Akkumulierung der gefährlichsten Erregerstämme und ihr Versenden in andere Länder zur Verbesserung der Situation in Bezug auf die ansteckende Morbidität beitragen?
  • Warum wurde der Schwerpunkt auf die Untersuchung der natürlichen Brennpunkte und der gefährlichsten Infektionen gelegt, die nach den Listen der US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention als mögliche Erreger biologischer Waffen gelten?
  • An welchen Untersuchungen, bei denen die Verwendung von Erregern ansteckender Krankheiten und toxischer Substanzen angenommen wird, waren ukrainische Militärangehörige und psychiatrische Patienten beteiligt, die zu den am stärksten gefährdeten Kategorien von Bürgern gehören?
  • Warum verschleiern die USA und die Ukraine die militärisch-biologische Zusammenarbeit in internationalen Berichten im Rahmen des Übereinkommens über das Verbot von biologischen Waffen und Toxinwaffen (BWÜ), während die USA die Entwicklung des Verifikationsmechanismus seit 2001 blockieren?”

Auch wollte Moskau wissen, warum man in den Biolaboren dort am Kongo-Krim-Fieber, an Hantaviren, Anthrax oder auch der Afrikanischen Schweinepest forschte. Insbesondere auch deshalb, weil offensichtlich keine Erfolge bei den Forschungen erzielt worden seien. Doch bislang scheint man seitens Washingtons und Kiews nicht besonders kooperationswillig zu sein…

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