Mainstream entdeckt: Ukraine immer noch so korrupt wie vor dem Krieg

Bild: freepik / roman-

Wer hätte das gedacht? Jeder vernünftige Kritiker der Regierung Selenskyj, der die Entwicklung der Ukraine seit Jahrzehnten beobachtet hat. Nur die Systemmedien blendeten die bis dahin sicheren Erkenntnisse seit Februar 2022 kollektiv aus – das wurde ihnen wohl so angeordnet. Nun fällt sogar dem ZDF auf: massive Korruption in Ministerien der Ukraine. Nur Selenksyj bleibt für die Öffentlich-Rechtlichen unantastbar heilig. Vorerst.

Ein Kommentar von Willi Huber

Der Innenminister und sein Vize tot, der Verteidigungsminister dementiert Korruptionsvorwürfe, ein Kollege von ihm wird gefeuert: Mitten im Krieg hat Kiew noch andere Probleme.

Einleitung Artikel “Korruption in der Ukraine: Empfindliche Treffer für Regierung in Kiew”, ZDF

Freilich, dass die Ukraine eine der korruptesten Nationen der Welt ist, ist nicht neu. Dass dort zudem Neonazis staatlich finanziert ihre Umtriebe feiern, war ebenso keine Neuigkeit. Über beides berichteten öffentlich-rechtliche und andere große Medienhäuser mit Regelmäßigkeit und Vehemenz. Bis zum Februar 2022, da war plötzlich alles anders. Dass man damit durchkam, zeigt in etwa auf, wie informiert eine Bevölkerung wirklich gelten kann und wie lange das kollektive Gedächtnis währt.

Die englische Wikipedia erklärt mit Stand von heute, dass die Korruption in der Ukraine auf enge Bande mit Russland zurückzuführen ist. Das ist wirklich unterhaltsam und muss nicht weiter kommentiert werden. Im Jahr 2015 schrieb der linksliberale, eng mit den Netzwerken des George Soros’ kooperierende Guardian: Welcome to Ukraine, the most corrupt nation in Europe. Im Jahr 2018 verkündete das “Council of Europe”: Ukraine most corrupt country in Europe after Russia. Auf der Seite Europa.eu steht bis heute eine Presseaussendung von 2021, in der zu lesen ist: Grand corruption and state capture are endemic in Ukraine; as well as hindering competition and growth, they also harm the democratic process. Die Beispiele und Beweise sind unendlich.

Wenn also speziell die Volksparteien behaupten, in der Ukraine werden europäische Werte verteidigt, meinen sie vermutlich ihre eigenen Werte und ihre Art mit dem Steuergeld der Bevölkerung umzugehen. Weshalb darf sich also das ZDF gerade jetzt daran erinnern, wie korrupt die Ukraine auch unter dem ehemaligen Kasperl und Pimmelpianist der Nation, Wolodymyr Selenskyj, ist und bleibt?

Aktuell stehen zwei Ministerien im Land unter Korruptionsverdacht – der so zwingend und drängend ist, dass groß angelegte Polizeiaktionen und Durchsuchungen angeordnet wurden. Das kann in einer so korrupten Nation natürlich auch daran liegen, dass nicht alle mitverdienen durften und der Neid zu groß wurde. Es kann aber auch während des Krieges überlebensnotwendig sein, denn man benötigt die Zustimmung des Volkes, das man gegen Russland sinnlos in den Tod schickt. Aufstände und Revolutionen kann man da nicht gebrauchen. Vielleicht hat auch das verbündete Ausland um Aufklärung gedrängt, schließlich fordert die Ukraine Tag für Tag weitere Hilfsmilliarden und Kriegsgüter.

Ermittelt wird gegen das Ministerium für regionale Entwicklung, der zuständige Vizeminister Vasily Lozinsky wurde wegen Bestechlichkeit inhaftiert. Gleichzeitig gibt es offenbar Ermittlungen gegen das Verteidigungsministerium – inmitten des Krieges hat das eine ganz besondere Würze.

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow soll unterdessen nach offiziellen Angaben vor dem Parlament in Kiew zu Berichten über überteuerte Lebensmittelankäufe für die Armee Stellung nehmen.

Artikel “Korruption in der Ukraine: Empfindliche Treffer für Regierung in Kiew”, ZDF

Weshalb in der Ukraine vom 23. auf den 24. Februar alle Korruption verschwunden sein soll, verstehen eben nur “Journalisten” in Mainstream-Medien. Dass ihnen so viele Menschen glauben, ist die wahre Tragödie, die am Funktionieren unserer Demokratien zweifeln lässt.

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