Lieferte Deutschland die Hälfte seiner Stromgeneratoren an die Ukraine?

Bild: freepik / dali_photography

In die Ukraine fließen nicht nur Unsummen an Geld, sondern laut Entwicklungsministerium wurden auch bereits über 2.400 Stromgeneratoren dorthin geliefert. Weitere sollen folgen. In den sozialen Netzen befürchtet man auf Basis von Zahlen des Technischen Hilfswerks bereits, dass die Hälfte des deutschen Bestandes an Generatoren nun in der Ukraine gelandet ist. Die “Ertüchtigung des ukrainischen Stromnetzes” hat für das Bundeswirtschaftsministerium jedenfalls Priorität – offenkundig mehr als die Rettung des eigenen…

In den letzten Tagen machte die Meldung, dass Deutschland bislang 2.430 Stromgeneratoren an die Ukraine geliefert hat, in den Medien die Runde. Die Geräte würden aufgrund der Zerstörung von Infrastruktur durch russische Angriffe benötigt und sollen von ukrainischen Kommunen für öffentliche Aufwärmstätten sowie für den stabilen Betrieb von Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen und Wasserversorgungsunternehmen verwendet werden, so heißt es. Auch stelle das Bundeswirtschaftsministerium unter anderem 40 Millionen Euro für die “Ertüchtigung des ukrainischen Stromnetzes” bereit. Das deutsche Stromnetz ertüchtigen möchte man hier bekanntlich nicht.

Über die Herkunft der zahlreichen verschickten Generatoren wurden keine Angaben gemacht. Stammen sie aus deutschen Beständen? In einer Pressemitteilung hatte das Technische Hilfswerk, das dem SPD-geführten Innenministerium unterstellt ist, noch im Februar bekanntgegeben: „Bundesweit stehen dem THW rund 4.900 Stromaggregate und mehr als 600 Netzersatzanlagen mit einem breiten Leistungsspektrum zur Verfügung.“ In den sozialen Netzen äußern User auf Basis dieser Angabe bereits die Befürchtung, dass man nun die Hälfte des Bestands an deutschen Generatoren an die Ukraine geliefert hat:

Abwegig erscheint das nicht, da sich die Regierenden trotz des geleisteten Amtseids offenbar kaum für das Wohl der deutschen Bevölkerung interessieren. Annalena Baerbock gilt nicht umsonst als die beste Außenministerin, die die Ukraine je hatte: Ihr ist nämlich herzlich egal, was deutsche Wähler denken. Die Ukraine hat Vorrang.

Etliche deutsche Kommunen decken sich glücklicherweise schon seit Monaten in Eigenregie mit Stromgeneratoren ein, um für mögliche Blackouts oder wahrscheinliche Brownouts gerüstet zu sein. Ob die Bemühungen ausreichen, wird sich jedoch erst im absoluten Krisenfall zeigen. Das Technische Hilfswerk selbst gibt an, die Ukraine auch ihrerseits mit Stromgeneratoren zu unterstützen – 250 sollen es in diesem Jahr in Summe werden; diese werden zu diesem Zweck offenbar eingekauft. Wie viele Generatoren das Technische Hilfswerk fürs eigene Land aktuell zur Verfügung stehen hat, ist unklar – bestenfalls wurden die deutschen Bestände im Zuge der Krise aufgestockt, schlechtestenfalls hat auch hier das Ausland Priorität. Wenig verwunderlich, dass zahlreiche Unternehmen und Privatpersonen das Problem selbst in die Hand nehmen und sich Stromgeneratoren anschaffen – das Motto “wer sich auf andere verlässt, ist verlassen” wird von der deutschen Bundesregierung schließlich stets aufs Neue bestätigt. Zumindest, wenn man Deutscher ist.

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