Gerald Markel: Wenn die Gesellschaft jetzt nicht handelt, ist es zu spät

Bilder: Hintergrund via freepik / khosrork, G. Markel via Screenshot / YouTube

Unternehmer und Polit-Blogger Gerald Markel weist in seinem aktuellen Kommentar auf die gewaltige Kluft zwischen der von Systemmedien kolportierten „Wirklichkeit“ und der tatsächlichen Realität hin. Bei vielen Menschen ist noch nicht angekommen, was für katastrophale Auswirkungen die Teuerungswelle haben wird. Die aktuellen Probleme sind nur die Spitze des Eisbergs. Für Markel steht fest: Die Bevölkerung muss endlich handeln und den Druck auf die Regierung erhöhen, um einen Preisstopp und den Ausstieg aus den schädlichen Sanktionen zu erwirken. Sonst wird es zu spät sein.

Mit freundlicher Genehmigung von Gerald Markel

Wunsch und Wirklichkeit: Ein Blick in die Zukunft

Guten Morgen allerseits. Dank der fleißigen Klagenfurter Müllabfuhr und Strassenreinigung, die schon um 4:30 Uhr lautstark die Innenstadt sauber hält, scrolle ich auf der Suche nach Inspiration für den heutigen Blog durch die Nachrichten und Newsshows der Welt – ist schon irgendwie genial, das WorldWideWeb. Und was mir heute wieder besonders ins Auge sticht, ist dieser immer breitere Graben, sind diese beiden immer weiter voneinander wegdriftenden Welten, ist dieser gigantische Unterschied zwischen Wunsch (die veröffentlichte Welt des Systems) und Wirklichkeit (die reale Welt der normalen Menschen).

Drei Beispiele. 

Erstes Beispiel: Die Ukraine.

Deutschland, Österreich, USA, England – egal welches Medium, egal welche Diskussion, egal welcher Politiker – das System faselt und fantasiert über einen Sieg der Ukraine, die Entschlossenheit Europas und der Zivilgesellschaft, eine Alternativlosigkeit der Maßnahmen. Millionen Kubikmeter heisse Luft werden produziert und haben NICHTS mit der Realität zu tun.

Die Realität in Kurzfassung? Die Ukraine wird / ist geteilt, die Krim, der Donbass und die Region Cherson dazwischen ist und bleibt russisch, die Wirtschaftssanktionen haben den Rest der Welt gegen die USA vereint, Putin ist bei den Russen beliebter als je zuvor, der Rubel stark wie nie, die Russen schei*auf die völlig durchgeknallten Westler wegen deren Russophobie, und Europas Wohlstand ist im Zuge des gigantischsten Knieschuss aller Zeiten vernichtet.

Warum das so kommt? Weil die Menschen im Kriegsgebiet die Russen als BEFREIER sehen, die Regionen nicht mehr zur Ukraine gehören WOLLEN, die Sanktionen dem Rest der Welt bewiesen haben, dass man uns Westlern nicht trauen kann und wir jederzeit unsere eigenen Regeln und unser Wort brechen, wenn es uns politisch in den Kram passt, und weil der Krieg die letzte dünne Schicht über unserem verrotteten System weggefegt hat und wir jetzt die Fehler der letzten Dekade mit allgemeiner Verarmung bezahlen werden.

Was Euch in der Scheinwelt des Systems vorgegaukelt wird, hat mit der Realität nichts mehr zu tun. 

Zweites Beispiel: Covid, Maske und Impfen

Der Wunsch des Systems ist sonnenklar – Covid war die Chance des Jahrhunderts zur Etablierung eines totalitären allmächtigen Staates, der das Leben und Verhalten der Menschen als Untertanen bis ins kleinste Detail bestimmen wollte und konnte.

Und das ist vorbei. Ich weiß, dass viele, sehr viele meiner Leser da viel pessimistischer sind als ich und alle möglichen Schreckensszenarien für den Herbst an die Wand malen – aber auch auf meiner Seite des Grabens klaffen Wunsch (oder Alptraum) und Wirklichkeit immer weiter auseinander. 

Es wird keine Durchsetzung von Impfpflichten gegen Covid geben, weder allgemein in Österreich noch in Sektoren ausserhalb der Gesundheitssysteme (wo es ehrlicherweise immer schon faktische oder gesetzliche Impfpflichten gab).

Das mRNA-Experiment ist katastrophal gescheitert, die Realität in Spitälern und Arztpraxen kann immer weniger durch das System verleugnet oder verharmlost werden, die Impfschäden werden zu common knowledge und am Ende werden sich jedes Jahr ein Drittel gegen Covid impfen lassen und der Rest der Welt wird einfach zur Normalität zurückkehren. Basta.

Einschub – ich befürchte vielmehr, dass der Krisen-Tsunami dazu benutzt wird, die Skandalära 2020-2022 einfach zu begraben, damit alle Verantwortlichen ohne Konsequenzen davonkommen und das System mit anderen Themen (Klimahysterie) weitermacht, als wäre Covid nie passiert! DAS ist meine Angst vor den kommenden Monaten. 

Und wer mir nicht glaubt, sollte irgendwohin ins Ausland fahren, wo man lebt, als hätte es Covid nie gegeben. Oder einfach – so wie ich – jeden Tag im Zentrum der europäischen Covidhysterie die Probe aufs Exempel machen und die verbliebenen Regeln ignorieren. Es gibt keine Konsequenzen mehr, Covid, Impfen und die Gehorsamsfetzen sind KEIN THEMA MEHR. Versucht es einfach. 

Drittes Beispiel: Die Teuerung und der Tsunami

Da muss ich jetzt zum Abschluss leider feststellen, dass Wunsch und Wirklichkeit im negativen Sinne auseinanderklaffen. Was in den Medien kolportiert wird und was vor allem in den Köpfen der Menschen angekommen ist, hat mit der Realität leider nichts zu tun.

Ich bin aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit und der Informationen und Interessen viel, viel pessimistischer, als ich es bei den Menschen in meinem Umfeld erkennen kann. Ich habe das Gefühl, dass nach zwei Jahren Covid-Stress und jetzt dem Krieg am Rande Europas die Menschen von einer neuen Krise nichts wissen und die Realität so lange wie irgendwie möglich verdrängen wollen und werden.

Warmes Wetter genießen, Feiern nachholen, Gastgärten stürmen, Kurzurlaube antreten und möglichst nicht über Sorgen reden – das erlebe ich derzeit überall. Nur die Unternehmer laufen ausnahmslos mit tiefen Sorgenfalten durchs Leben, bei denen ist die Tsunamiwelle schon aufgeschlagen, dort ist der Wasserpegel schon gefährlich hoch.

Und vor allem wissen wir Unternehmer, dass die jetzigen Probleme erst der Anfang sind. Plötzlich werden aus knallharten Kapitalisten aus tiefer Sorge um unser aller Gesellschaft leidenschaftliche Befürworter von staatlichen Eingriffen und Marktkontrollen. Plötzlich erschallt der Ruf nach staatlichen Maßnahmen, die die Märkte regulieren und gewisse Grundbedürfnisse absichern.

Ich sage es freimütig heraus – jeder Tag, an dem Österreich nicht dem Beispiel Ungarns und Orbans folgt, bringt uns näher an den Abgrund. Preisstopp MUSS her, Ausstieg aus allen Sanktionen gegen Russland MUSS her, die Solidarität mit der Ukraine geht VIEL ZU WEIT, SÄMTLICHE MASSNAHMEN der irren Endzeitsekte zu weiteren Verteuerungen im Namen der Klimahysterie MÜSSEN WEG und Österreich MUSS sich SOFORT auf Solidarität einschwören und der unteren Einkommenshälfte SOFORT Erleichterung verschaffen! 

Ich sage es ganz offen und ich störe den so lange ersehnten Frieden und die Freude über „halbwegs Normalität“ nur ungern – aber wenn wir als Gesellschaft untätig bleiben und vor allem, wenn wir die Idioten, die uns noch regieren, nicht bald durch Massenproteste zur Handlung zwingen / bringen, dann ist es zu spät.

Und wer wissen will, was da auf uns zukommt, soll sich im Netz Bilder aus Sri Lanka ansehen. Das kann bei uns schneller ankommen, als es noch alle glauben. 

Der Wunsch nach ein wenig Ruhe und Freude könnte sehr schnell von der Wirklichkeit eingeholt und zerstört werden. 

Stay strong, stay tuned. Wir lesen uns.
GM

Die Meinung von Gastautoren muss nicht der Blattlinie oder Meinung der Redaktion von Report24 entsprechen.

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