Geheimes Trainingsprogramm: Bildet die CIA Ukrainer aus, um „Russen zu töten“?

Bild: freepik / palinchak

Offenbar versuchen die Amerikaner mit allen Mitteln eine Eskalation der Ukraine-Krise zu erreichen. Eine Taktik, die zu einem für Europa verheerenden Krieg führen könnte. Die Ausbildung von ukrainischen Milizen für einen „Aufstand“ gegen die Russen ist nur ein weiterer Schritt in einen äußerst blutigen Konflikt.

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland sind weiterhin groß. Allerdings scheint Washington nicht im Geringsten daran interessiert zu sein, etwas zum Abbau dieser Spannungen zu unternehmen. Im Gegenteil: Die Farbrevolutionäre zündeln in Kasachstan, zusätzlich schickt die NATO noch zwei Flugzeugträger-Gruppen in die norwegische Arktis nahe der russischen Grenze und dann behauptet Washington auch noch, Moskau würde eine „False Flag“-Operation starten wollen, um eine Invasion der Ukraine zu rechtfertigen.

Doch das ist noch längst nicht alles. Die CIA beaufsichtigt seit 2015 ein geheimes Trainingsprogramm für ukrainische Spezialeinheiten und Geheimdienstmitarbeiter, berichtete Yahoo News am 13. Januar unter Berufung auf fünf ehemalige Geheimdienst- und nationale Sicherheitsbeamte. Ein ehemaliger CIA-Beamter sagte, dass die USA für „einen Aufstand“ in der Ukraine ausbilden und dass das Programm den Ukrainern beibringt, „Russen zu töten“. Andere Beamte spielten die Ausbildung herunter und sagten, sie sei nicht für offensive Zwecke gedacht.

Das Training fand auf einem nicht genannten Stützpunkt im Süden der Vereinigten Staaten statt. Es wurde von der Obama-Regierung begonnen, von Präsident Trump erweitert und von Präsident Biden weiter ausgebaut. Das Programm umfasst Schulungen in Schusswaffen, Tarntechniken, Landnavigation und anderen Bereichen, so ehemalige Beamte gegenüber Yahoo.

Das Programm läuft seit Obama-Zeiten

Laut dem Bericht umfasste das Programm „sehr spezifisches Training von Fähigkeiten, die die Fähigkeit der Ukrainer verbessern würde, sich gegen die Russen zur Wehr zu setzen“. So beschrieb es ein ehemaliger hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter. Die Ausbildung, die auch „taktisches Material“ umfasse, werde „ziemlich offensiv aussehen“ – für den Fall, dass die Russen in die Ukraine einmarschieren. Das Programm wurde von der CIA-Abteilung Ground Branch, der paramilitärischen Eliteeinheit des Geheimdienstes, beaufsichtigt. Dem Yahoo-Bericht zufolge wurden 2015 Mitarbeiter der Ground Branch an die Front in der Ostukraine entsandt, um die ukrainischen Streitkräfte zu beraten.

Außerdem wurde ein ehemaliger hoher Geheimdienstmitarbeiter mit den Worten zitiert: „Wenn die Russen einmarschieren, werden diese [Absolventen der CIA-Programme] ihre Miliz, ihre aufständischen Führer sein“. Der ehemalige hochrangige Geheimdienstmitarbeiter betonte weiter: „Wir haben diese Leute jetzt acht Jahre lang ausgebildet. Sie sind wirklich gute Kämpfer. Hier könnte das Programm des Geheimdienstes einen ernsthaften Einfluss haben.“ Gegenüber Yahoo hat die CIA bestritten, ukrainische Aufständische ausgebildet zu haben. Die New York Times berichtete jedoch am Freitag, dass die USA im Falle einer russischen Invasion die Unterstützung eines Aufstandes in der Ukraine in Erwägung ziehen.

Einen Krieg provozieren?

Seit die Vereinigten Staaten aktiv den Maidan-Putsch gegen Präsident Janukowitsch unterstützten und so die Ukraine in einen gescheiterten Staat verwandelten, wachsen die Spannungen mit Moskau immer weiter. Das Resultat: eine Spirale von Anschuldigungen, Sanktionen und Truppenbewegungen auf beiden Seiten. Der Donbass (große Teile der Oblaste Donezk und Lugansk, beide vorwiegend russisch besiedelt) hat sich abgespalten und befindet sich in einem Bürgerkrieg mit den Regierungstruppen und Freiwilligenmilizen Kiews. Und die Krim-Krise ist ein direktes Resultat dieses von den USA (und der EU) unterstützten Regimewechsels in der Ukraine.

Die US-Strategen wissen, dass Weißrussland, die Ukraine und Kasachstan für Moskau sicherheitspolitisch eine zentrale Bedeutung haben. Ähnlich wie beispielsweise Kanada und Mexiko für die USA. Es handelt sich um große Nachbarländer mit direkter Grenze, die als potentielles Aufmarschgebiet für feindliche Truppen und Stationierungspunkt für feindliche Mittelstreckenraketen dienen können. Ein Blick in die Geschichte und die kubanische Raketenkrise von 1962 sollte genügen, um zu sehen, dass die Vereinigten Staaten einen ähnlichen „Sicherheitspuffer“ rund um ihr Kernland errichtet haben. Wie würde Moskau wohl reagieren, wenn die Vereinigten Staaten ihre Raketen an der russischen Grenze in der Ukraine stationieren? In diesem Zusammenhang ist auch die Argumentation Washingtons bzw. Brüssels zu sehen, wonach beispielsweise die Ukraine oder Georgien unabhängige Staaten seien, die das Recht dazu haben selbst darüber zu entscheiden, ob sie Mitglied der NATO werden oder nicht. Was wäre denn die Reaktion Washingtons, wenn China und Russland ein Militärbündnis ähnlich der NATO schaffen würden und Mexiko diesem Bündnis beitreten wollte? Gerade deshalb muss man sich die Frage stellen, ob Washington tatsächlich einen Krieg mit Russland provozieren möchte.

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