Gefundener NATO-Laptop: Plante die Ukraine bereits einen Großangriff?

Bild: freepik / palinchak

Russischen Medien zufolge ist den Milizen der Donbass-Republiken ein NATO-Laptop in die Hände gefallen, auf dem sich Geheimdienstinformationen befinden. Demnach wurde schon seit längerer Zeit eine ukrainische Offensive auf den Donbass, die Krim und das russische Territorium geplant.

In einem der Hauptquartiere des Rechten Sektors (ukrainische Nationalisten) soll ein Laptop mit Geheimdienstdaten gefunden worden sein. Der Computer hat angeblich eine lizenzierte NATO-Registrierungsnummer. Dies sagte Denis Puschilin, Chef der Donezker Volksrepublik (DVR), am Sonntag. “Die Kämpfer der nationalistischen Bataillone haben eine besondere Sicherheitsfreigabe der Nordatlantischen Allianz. Dieser Laptop enthält eine detaillierte Karte des Gebiets mit den Standorten unserer Einheiten”, sagte Puschilin auf einer Pressekonferenz. Dies berichtet “Sputniknews” auf deren Telegram-Kanal.

Außerdem erklärte er, dass die Streitkräfte der Ukraine im Frühjahr 2022 einen Angriff auf die Krim und den Donbass planten. “Nach unseren Erkenntnissen und den Aussagen von Gefangenen sollte am 8. März dieses Jahres eine offensive Operation beginnen. Die Fakten deuten darauf hin, dass die Invasion sowohl auf dem Gebiet der Donbass-Republiken als auch auf der russischen Krim gleichzeitig geplant war”, so Puschilin weiter. Der Chef der Donezker Volksrepublik zeigte eine Karte der Krim, auf der die Standorte der Truppen eingezeichnet waren.

Im Grunde genommen hieße dies jedoch auch, dass Moskau mit der Invasion in die Ukraine dem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf den Donbass, die Krim und sogar auf russisches Territorium nur zuvorgekommen ist. In Anbetracht der Tatsache, dass der Beschuss der abtrünnigen Donbass-Republiken schon vor der militärischen Operation Russlands begann, könnte man diesen als Auftakt einer größeren Offensive betrachten, die durch die Intervention Moskaus jedoch verhindert wurde. Zumindest dann, wenn es sich bestätigt, dass das Material auf dem Laptop tatsächlich auf eine Zusammenarbeit der US-Geheimdienste mit den extremistischen Milizen in der Ukraine zurückzuführen ist. Vor allem jedoch wäre dies faktisch eine verdeckte militärische Kriegsführung gegen die Russische Föderation durch die Vereinigten Staaten von Amerika gewesen.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, hatte erst am Donnerstag Medien gegenüber zugegeben, dass die Vereinigten Staaten Echtzeit-Geheimdienstinformationen mit Kiew teilen würden. Etwas, das nicht überall auf Zustimmung stößt. Der Abgeordnete Adam Smith, Vorsitzender des Ausschusses für Streitkräfte des Repräsentantenhauses, kommentierte den Austausch von Geheimdienstinformationen mit der Ukraine in Echtzeit ebenfalls am Donnerstag mit den Worten: “Damit wird die Grenze zur Teilnahme am Krieg überschritten.”

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