Für die Ukraine: Washington will Luftabwehrsysteme aus dem Nahen Osten abziehen

NASAMS Luftabwehr System, Soldatnytt, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die Vereinigten Staaten haben in mehreren westasiatischen Ländern Luftabwehrsysteme stationiert. Einige davon sollen laut einem Bericht von dort abgezogen und an die Ukraine geliefert werden. Für neue Lieferungen direkt ab Werk würde die Ukraine zwei Jahre lang warten müssen.

Der militärisch-industrielle Komplex der Vereinigten Staaten kommt offensichtlich kaum damit nach, die Bedürfnisse der Ukraine zu befriedigen. So leeren sich nicht nur die Lager des US-Militärs (und der NATO-Verbündeten), auch die Rüstungsindustrie kommt mit der Produktion von Waffen und Munition kaum mehr nach. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von “Politico” weist nun darauf hin, dass das Pentagon offensichtlich NASAMS-Luftabwehrsysteme aus dem Nahen Osten in die Ukraine schicken wird, weil die Ukraine nicht noch zwei Jahre auf die Lieferung von neuen Luftabwehrwaffen warten könne.

So sagte der Geschäftsführer von Raytheon Technologies, Gregory Hayes, demnach, dass eine Hand voll solcher Luftabwehrsysteme von dort abtransportiert und an das ukrainische Militär übergeben werden sollen. “Das [Pentagon] wird versuchen, einen gewissen Handel für uns zu betreiben, bei dem wir einige aus den [westasiatischen] Ländern, die unsere Freunde sind, und einige von unseren NATO-Verbündeten nehmen und versuchen werden, diese Anfang nächsten Jahres in die Ukraine zu bringen”, sagte Hayes, bevor er hinzufügte, dass die Waffen “in den nächsten zwei Jahren mit neuer Produktion aufgefüllt” werden sollen.

Zwar nannte er keine spezifischen Länder, doch die einzigen Staaten mit den NASAMS-Luftabwehrsystemen in dieser Region sind Oman und Katar. Dem “Politico”-Bericht zufolge kosten die sechs vom Pentagon für die Ukraine bestellten NASAMS insgesamt knapp über 1,2 Milliarden Dollar. Eine Summe, die bei vielen Amerikanern nicht gut ankommt, zumal immer mehr US-Bürger wegen der stark steigenden Lebenshaltungskosten in die Armut abrutschen.

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