Chronisch pleite – die Ukraine hängt seit Jahren am Finanztropf

Bild: freepik / benzoix

Bis zum Maidan-Putsch und dem Sturz von Präsident Janukowitsch hat Moskau die chronisch in Geldnot befindliche Ukraine durchgefüttert. Diese Aufgabe übernahm seitdem der Westen. Und es wird nicht besser. Mit dem aktuellen Krieg steigt der Geldbedarf für das Fass ohne Boden weiter.

Noch im Jahr 2014 berichtete der deutsche Regierungssender “Deutschlandfunk“, dass die Ukraine “fast pleite” sei und kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stünde. Denn: Aus Russland gab es keine finanzielle Unterstützung mehr, nachdem der als pro-russisch geltende Präsident Viktor Janukowitsch mit westlicher Hilfe während des sogenannten “Euromaidan” weggeputscht wurde. Ein Putsch, bei dem sich selbst die deutschen Politführer wie Präsident Steinmeier nicht zu schade dafür waren, neben dem richtigen Neonazi Oleh Tjahnybok von der “Swoboda”-Partei zu posieren, während man gleichzeitig zu Hause selbst klassisch rechtskonservative Menschen als “Nazis” an den Pranger stellte. Doch das nur am Rande.

Interessanter ist vielmehr, dass die ganzen Regierungen, die seitdem in Kiew im Amt waren, in Bezug auf den Geldbedarf aus dem Ausland nicht besser waren, wie auch der “Deutschlandfunk-Artikel” zeigt. Denn seitdem gab es immer wieder neue Hilfspakete – aus der EU, den Vereinigten Staaten, vom IWF und von der Weltbank. Joe Biden rühmte sich sogar einmal damit, als Vizepräsident der Vereinigten Staaten den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko damit erpresst zu haben, US-Finanzhilfen an das Land einzufrieren, sollte er den Generalstaatsanwalt nicht entlassen, der gegen das Gasunternehmen Burisma wegen Korruption ermittelte, in dem jedoch sein Sohn Hunter im Vorstand saß.

Und heute sieht es nicht besser aus. Immer wieder gab es neue finanzielle Unterstützung und Zusagen für Finanzpakete. Alleine Deutschland hat seit dem Jahr 2014 direkt und über die Anteile an den EU-Finanzpaketen rund 8 Milliarden Euro in die ehemalige Sowjetrepublik gepumpt – und das schließt die jüngsten Waffenlieferungen nicht mit ein. Hinzu kommen beispielsweise im Mai zugesagte Finanzhilfen der G7-Staaten in Höhe von 9,5 Milliarden Dollar.

Ob nun Krieg herrscht oder nicht – die Ukraine ist ein Fass ohne Boden. Das war sie seit der Unabhängigkeitserklärung und wird sie wohl auch noch für viele Jahrzehnte sein. Während die einfachen Menschen leiden, füllen sich die Oligarchen ordentlich die Taschen und lassen es sich gut gehen. Und niemand weiß, wie viel Geld aus den ganzen Finanzhilfen mehr oder weniger direkt in die Taschen der ukrainischen Kleptokraten flossen und weiterhin fließen. Und so einfach wie jetzt durch den Krieg war es für die ukrainische Führung noch nie, an Geld zu kommen.

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