“Blind gegenüber russischem Terror”? Keine Waffen für Ukraine: Selenskyj attackiert Israel

Bild: Screenshot / YouTube

Weil Jerusalem keine Waffen an die Ukraine liefern will, attackiert Präsident Selenskyj nun die israelische Regierung. Diese würde “die Augen vor dem russischen Terror verschließen”. Er sprach auch die iranischen Drohnen an, die Russland in der Ukraine einsetzen würde.

Wolodymyr Selenskyj liebt theatralische und moralinsaure Auftritte, bei denen er stets Waffen und/oder Geld einfordert. Wer sich dem verweigert, wird immer wieder verbal attackiert. So neuerdings auch Israel, welches erklärte, es werde der Ukraine keine Waffen liefern. Dies, nachdem Moskau warnte, dass jegliche Lieferung von Kriegswaffen an Kiew die Beziehungen zwischen den beiden Ländern extrem belasten würde.

Ukraine fordert israelisches Luftverteidigungssystem

Es ist kein Geheimnis, dass der ukrainische Staatschef liebend gerne das israelische Luftverteidigungssystem “Iron Dome” erhalten würde. Dieses hat sich in den letzten Jahren äußerst effektiv gegenüber Angriffen mit Raketen und Drohnen erwiesen, mit denen der jüdische Staat infolge von Angriffen palästinensischer Milizen immer wieder konfrontiert ist. Selenskyj forderte Jerusalem deshalb kontinuierlich dazu auf, den Ukrainern dabei zu helfen, “den Himmel zu schließen”. So auch erneut bei einer virtuellen Rede zu einer Konferenz, die von der israelischen Zeitung “Haaretz” organisiert wurde.

“Ist es nicht an der Zeit, dass auch Ihr Staat sich aussucht, mit wem er zusammenarbeitet?”, fragte er. In diesem Zusammenhang warf er Israel vor, mit seiner Weigerung, Waffen zu liefern, “die Augen vor dem russischen Terror zu schließen”. Wobei er den jahrelangen Terror gegenüber der Zivilbevölkerung im Donbass geflissentlich verschwieg, der bereits in den letzten Jahren zum Tod Tausender Menschen dort führte. “Ist es mit der demokratischen Welt, die Seite an Seite gegen die existenzielle Bedrohung ihrer Existenz kämpft? Oder mit denen, die vor dem russischen Terror die Augen verschließen, selbst wenn der Preis für fortgesetzten Terror die vollständige Zerstörung der globalen Sicherheit ist?”, fragte Selenskyj weiter.

“Dies ist die Entscheidung Ihrer Regierungen […]. Die Entscheidung, den Kreml nicht zu verärgern, die schon vor langer Zeit getroffen wurde”, sagte Selenskyj. “Hätten wir angesichts der Bedrohung durch Raketen und Drohnen sofort unseren Luftraum gesichert, hätte Russland jetzt nicht einmal ein Motiv, in den Iran zu gehen und ihm etwas im Austausch für die Unterstützung beim Terror anzubieten.” Damit sprach er die wirtschaftliche und militärische Kooperation der beiden Länder an, wobei der Iran als Erzfeind Israels gilt. Teheran soll unbestätigten Berichten zufolge Kamikaze-Drohnen an Moskau geliefert haben, die auch in der Ukraine eingesetzt worden sein sollen.

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