Bericht: Britische und US-amerikanische Spezialeinheiten führen „geheimen Krieg“ in der Ukraine

Bild: freepik / user11849519

US-amerikanische und britische Spezialeinheiten sind bereits in der Ukraine im Einsatz, so die französische Zeitung „Le Figaro“ in einem Bericht. Schützen diese auch das geheime US-Biolabor in Azowstal in Mariupol?

Eine Quelle in der französischen Geheimdienstgemeinschaft hat behauptet, dass Elite-Spezialeinheiten aus dem Vereinigten Königreich und den USA seit Beginn der Feindseligkeiten mit Russland Ende Februar in der Ukraine präsent sind. Die Quelle soll der französischen Zeitung „Le Figaro“ letzte Woche gesagt haben, dass SAS und Delta Force in der Ukraine seien und Russland sehr wohl von dem „geheimen Krieg“ wisse, der von ausländischen Kommandos gegen seine Truppen geführt werde. Le Figaro ist die älteste nationale Zeitung Frankreichs und eine der angesehensten der Welt.

Diese Behauptung wurde am Samstag von Georges Malbrunot, dem leitenden internationalen Korrespondenten der Zeitung, aufgestellt. Dies war der gleiche Tag, an dem der britische Premierminister Boris Johnson seinen Überraschungsbesuch in Kiew abstattete. Der britische Regierungschef war Berichten zufolge von Wachen der SAS-Elitetruppe umgeben, obwohl diese Behauptung nicht offiziell bestätigt wurde.

SAS-Einheiten „sind seit Beginn des Krieges in der Ukraine präsent, ebenso wie die amerikanischen Deltas“, twitterte Malbrunot unter Berufung auf eine französische Geheimdienstquelle. Er fügte hinzu, dass Russland der Quelle zufolge sehr wohl von dem „geheimen Krieg“ wusste, der von ausländischen Kommandos gegen seine Truppen geführt wurde. Le Figaro nahm seinen Bericht in seine Aktualisierungen zur Ukraine auf.

Das Vereinigte Königreich und die USA gehören zu den aktivsten militärischen Unterstützern Kiews. Johnson soll seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj persönlich aufgefordert haben, weiter gegen Russland zu kämpfen und sich nicht mit einem Frieden zufrieden zu geben, bevor nicht bessere Bedingungen angeboten werden.

Der westliche Konsens zugunsten des Kampfes wurde in der vergangenen Woche offenbar durch den EU-Außenbeauftragten Josep Borrell bestätigt, der am Samstag bei seinem Besuch in Kiew sagte, dass der „Krieg auf dem Schlachtfeld gewonnen wird“.

Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass Dutzende von „pensionierten“ SAS-Soldaten in die Ukraine gereist seien oder dies geplant hätten, um Kiew mit ihrem Fachwissen in den Bereichen Aufklärung und Panzerabwehr zu unterstützen. Der britischen Boulevardzeitung „Daily Mirror“ zufolge wurden ihre Dienste nicht von der britischen Regierung, sondern von „einem noch zu benennenden Land in Europa über eine private Militärfirma“ bezahlt.

Das russische Militär meldete mehrere Einsätze gegen so genannte „Söldner“, die für die Ukraine kämpfen. Einer der jüngsten Vorfälle ereignete sich am Samstag, als Johnson und Borell gerade in Kiew waren.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Kiew habe bei seinem jüngsten gescheiterten Versuch, hochrangiges Personal aus der Hafenstadt Mariupol zu evakuieren, die zu den am heftigsten umkämpften Gebieten des Konflikts gehört, versucht, ein ziviles Schiff einzusetzen. Die Personen, die evakuiert werden sollten, wurden als Anführer des ultranationalistischen Asow-Bataillons und ausländische Söldner identifiziert. Unbestätigten Berichten zufolge könnten Hunderte ausländischer Staatsangehöriger zusammen mit mehreren Tausend Asow-Truppen in Mariupol festgehalten werden. Diese scheinen offenbar auch ein US-Biolabor (PIT-404 genannt) dort zu verteidigen, welches Berichten zufolge von Metabiota betrieben wird. Jenem Unternehmen, welches mit Hunter Biden verbunden ist.

Die USA und das Vereinigte Königreich haben öffentlich erklärt, dass sie nicht vorhätten, ihre Truppen in die Kämpfe in der Ukraine einzubeziehen. Beide sind wichtige Waffenlieferanten für Kiew und haben vor der russischen Offensive Soldaten in der Ukraine ausgebildet. Die Experten wurden Berichten zufolge im Vorfeld der Feindseligkeiten aus dem Land abgezogen.

Das britische Verteidigungsministerium verbot Anfang März aktiven Militärangehörigen die Reise in die Ukraine mit der Begründung, dass ein Verstoß gegen diese Vorschrift strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Nach dem russischen Angriff rief Kiew Freiwillige im Ausland auf, sich in die Reihen der neu geschaffenen „Fremdenlegion“ einzureihen.

Russland hatte Ende Februar eine groß angelegte Offensive gegen die Ukraine gestartet, nachdem die Ukraine die 2014 unterzeichneten Minsker Vereinbarungen nicht umgesetzt und Russland schließlich die Donbass-Republiken Donezk und Lugansk anerkannt hatte. Das von Deutschland und Frankreich vermittelte Minsker Protokoll sollte den abtrünnigen Regionen einen Sonderstatus innerhalb des ukrainischen Staates verleihen.

Russland hat seitdem gefordert, dass die Ukraine sich offiziell zu einem neutralen Land erklärt, das niemals dem von den USA geführten NATO-Militärblock beitreten wird. Kiew beharrt darauf, dass die russische Offensive völlig unprovoziert war, und hat Behauptungen zurückgewiesen, es plane, die beiden Rebellengebiete mit Gewalt zurückzuerobern.

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